Da ist er, der neue eBike Test der Stiftung Warentest. Zwar hat sich das Institut bei der Modellauswahl auf starre Konstruktionen beschränkt, sodass die Elektro Faltrad Modelle erst einmal nicht berücksichtigt wurden, doch können aus den Ergebnissen auch Rückschlüsse für Klappräder mit Motor gezogen werden. Wir haben uns den Test einmal angesehen und zusätzlich eine kleine Übersicht zusammengestellt, wobei man beim Kauf eines Elektrofahrrads achten sollte.

Soweit der Akku reicht und der Rahmen trägt

Getestet wurden 15 Räder mit tiefem Durchstieg,  sogenannte Komforträder. Die Reichweite der Testobjekte reichte von 35 bis 100 Kilometern, die Ladezeiten variierten  zwischen drei und fünfeinhalb Stunden.

Bewertungskriterien waren unter Anderem die  Bereiche Handhabung und Fahren, Sicherheit und Haltbarkeit, Leistung und Verarbeitung. Eine gute Bewertung erhielten solche Modelle, die mit wenig Schwächen und großer Reichweite überzeugten. Doch selbst bei einem Großteil der Gewinner, wurde die umständliche Handhabung des Akku bemängelt.

Probleme machte vielen der getesteten Rädern die Fahrstabilität. Speziell wenn zusätzlich zum Fahrer Gepäck transportiert wurde, kamen diese ins „schwimmen“.  Dies führte zu Abzügen, was drei Modelle ins Mittelfeld schob. Richtig schlecht erging es zwei Rädern, die im Laufe des Test auf Grund von Instabilität Brüche im Rahmen erlitten. Diese fielen nachvollziehbarerweise durch. Ebenso solche, deren Bremsen mit mangelhaft bewertet wurden. Ein absolutes No-Go für ein Fortbewegungsmittel, das bis zu 25 km/h erreichen kann!

Was sagen uns diese Ergebnisse? Das es beim Kauf nicht nur auf den Preis ankommt. Wichtig sind vor Allem Stabilität, Sicherheit und Reichweite. Wer also über den Kauf eines motorisierten Fahrrads nachdenkt, sollte dabei folgende Dinge beachten:

Worauf achten bei der Anschaffung eines Elektro Klapprad

Prüfen ob das Rad zum Einsatzzweck passt.

Soll das Rad das Auto dem Weg zur Arbeit ersetzen oder dazu dienen weiterhin aktiv unterwegs zu sein? Gerade bei eingeschränkter Beweglichkeit sind ein tiefer Einstieg und eine kräftige Anfahrthilfe ein Muss. Wie viel Gepäck soll transportiert werden? Bei einem Movena Elektrofahrrad ist beispielsweise eine Zuladung von bis zu 110 Kilo möglich, ohne, dass dies einen Einfluss auf das Fahrgefühl hat. Wird zudem  ein E-Bike gewünscht, das sich leicht transportieren lässt, ist ein Elektro Klappfahrrad die richtige Wahl. Dieses ist vor Allemdort beliebt, wo per Caravan oder Boot gereist wird. Mit Maße von maximal  86 X 45 X 68 cm³ im gefalteten Zustand, kann das Rad auch im Kofferraum oder einer Transportbox untergebracht werden.

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Alles Sicher?

Wer per Motorenunterstützung flott unterwegs ist, muss sich auf die Bremsen verlassen können. Diese sollten stark genug sein um auch bei höheren Geschwindigkeiten zuverlässig zu greifen. Die Beleuchtung  muss den allgemeinen Straßenverkehrsrichtlinien entsprechen und optimalerweise so viel Licht spenden, dass man im Dunkeln gut sehen kann. Reflektoren sind ein Muss, selbstreflektierende Reifen sind besser. Wer noch etwas mehr möchte, für den gibt es ein Movena Bike, mit fluoreszierenden Felgen. Generell besitzen die Elektrofahrrad Klappräder von Movena die Baumeisterprüfung durch den TÜV Rheinland und bieten so höchste Sicherheitsstandards.

Welche Reichweite wird benötigt? (Akku)

Viele Akkus machen bereits nach kurzer Zeit schlapp und benötigen dann mehrere Stunden um wieder voll geladen zu sein. Wer nur kurze Wege fährt, wie zum Bäcker und zurück oder in den nahe gelegenen Ort, für den ist dies ausreichend. Doch sind längere Touren geplant, sollte man sich mit der Leistungsfähigkeit des Akkus auseinander setzen. Die Reichweite eines 15 AH Hochleistungs-Lithium-Ionen-Akku wie er in der Movena AFH20 Reihe verbaut ist, reicht beispielsweise für bis zu 150 Km. Natürlich kommt es dabei darauf an, wo und wie man fährt. So benötigt das Fahren auf Strecken mit Gegenwind oder Steigungen in der Regel mehr batterieverbrauchende Tretkraftunterstützung, als auf Flachlandstrecken mit Rückenwind. Auch die Lebensdauer und Kraft des Akku sollte im Vorfeld beachtet werden. Selbstentladungen und Memoryeffekt sind nur zwei Probleme, mit dem die  Standard-Akkus auf dem Markt zu kämpfen haben.

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Probe fahren

Wer die Möglichkeit hat, sollte sie ergreifen!  Anfahren, bremsen, beschleunigen, wie liegt das Rad in der Kurve, was kann ich alles einstellen, sitze ich bequem? Wie reagiert die Tretunterstützung und wie schwer ist das Rad? Das alles und noch viel mehr, erschließt sich am besten direkt. Elektrofahrradhandel.de bietet hierfür eine eigene Teststrecke in der Überseestadt in Bremen. Aber auch auf diversen Messen können die Räder Probe gefahren werden.  Und auch das zusammen und wieder auseinander klappen kann ausgiebig getestet werden.

Beraten lassen!

Beim Kauf eines E-Faltrad gibt es viel zu beachten. Die Entwicklung schreitet stetig voran und neben allgemeinen Punkten wie Sicherheit, Stabilität und Reichweite, gibt es auch viele technische Aspekte, die sich einem als Laien nicht immer erschließen.  Um heraus zu finden welches Rad am besten zu einem passt, sollte man sich also nicht scheuen, die zu fragen, die sich zu 100 % auskennen.