Immer mehr Leute steigen im Urlaub aufs Rad. Egal ob für mehrtägige Touren oder als Ausflug am Urlaubsort. Möglich ist viel und längst sind es nicht mehr nur Abenteuerurlauber und passionierte Sportler, die diese Art der Fortbewegung nutzen. Dabei spielt der Aufenthaltsort selbst kaum noch eine Rolle, denn mit Motorenunterstützung können Steigungen genauso leicht gemeistert werden wie Strecken auf dem „platten Land“. Als Klapprad konzipiert, braucht man sich zudem nicht mehr zwischen Urlaubsgepäck und Elektrofahrrad entscheiden. Und auch international erhalten Touren mit dem Pedelec immer mehr Zulauf. Wir haben uns mal umgehört und ein paar Beispiele und Tipps zum Thema „Urlaub mit dem Elektrorad“ zusammengetragen.

Mit dem Elektrofahrrad auf Sylt

Norddeutschland, die Inseln oder Niederlande sind klassische Reiseziele von Radurlaubern. Kein Wunder ist der Blick doch weit, die Radwege gut ausgebaut und Steigungen halten sich in Grenzen. Ganz easy also, wären da nicht Wind und Wetter, die einem das in die Pedale treten wesentlich erschweren können. Davon kann auch Autor und Journalist Jürgen Hoffmann berichten, der in seinem Artikel „Sylt – Immer gegen den Wind“  genau dieses Problem beschreibt. Egal wohin man fährt, immer kommt der Nordseewind von vorne. Ohne Motorenunterstützung kommt man da schnell ins Schwitzen.

Um sich nicht immer gegen die steife Brise stemmen zu müssen, lieh er sich für die entspannte Fortbewegung über die Insel ein Pedelec. Leihen kann man die Räder auf Sylt sowohl bei Privatverleihern wie auch bei der Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG). Damit die Gäste immer mobil bleiben, ist zudem ein Netz aus Solar-Ladesäulen geplant, an denen die Batterie des Rades schnell wieder aufgeladen werden kann.

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Ein Elektro Klapprad im Mittelgebirge

Dass, das Radeln in den bergigeren Regionen Deutschlands eher etwas für Sportliche ist, wird einem oft erst klar, wenn man seinen klassischen Drahtesel für die erste Tour auspackt. Schon Brötchen holen kann zu einer echten Herausforderung werden. Irgendwann wundert man sich nicht mehr, über die amüsierten oder verwunderten Blicke der Einheimischen. „Hier fährt man nur Rad, wenn man das sportlich betreibt“, so der O-Ton eines Stuttgarter Kollegen. Gleiches gilt übrigens für die Eifel und selbst das nordrhein-westfälische Bergische Land sollte man nicht unterschätzen.

Trotzdem gibt es keinen Grund auf das Fahrrad zu verzichten. Wer sich konditionell nicht auf mehrprozentige Steigungen vorbereiten möchte oder kann, steigt einfach auf ein E-Bike um. So wie Dr. Sabine Walther, die mit ihrem Elektro Faltrad im Kofferraum nun auch bergige Urlaubsziele ansteuert. Ohne Radprofi zu sein, meistert sie bergige Strecken mühelos und fährt ganz entspannt durchs Mittelgebirge. Große Planung und Eile sind dabei nicht geboten, denn das Klapprad lässt sich einfach im Kofferraum transportieren und der Akku hat eine Reichweite von bis zu 140 Kilometern.

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Land und Leute kennenlernen

In den Urlaub fahren, heißt auch sich Zeit nehmen, um die Umgebung zu erkunden sowie neue Dinge und Perspektiven zu entdecken. Städtetouren mit dem Rad sind dafür eine schöne Möglichkeit, und nicht nur für Touristen spannend. Denn auch als Einwohner lässt sich abseits der alltäglichen Strecken viel Neues entdecken. Davon ist auch Stephanie überzeugt, die im Blog „echt lessig“ für die Fortbewegung per Rad durch ihre Wahlheimat wirbt. Im Artikel „Schwingt Euch aufs Rad und entdeckt Wolfenbüttel“ berichtet sie davon, wie sie auf Mitstreiterfang geht und eine überzeugte Autofahrerin mit einer Tour per Elektrofahrrad von der Fortbewegung auf zwei Rädern begeistert.

Für alle, die schon Geschmack am Radfahren gefunden haben, bietet der Landkreis Erdingen zwei neue Expressrouten. Diese führen an landschaftlich attraktiven Strecken entlang, sind ganzjährig gut befahrbar und bieten eine Alternative zu Bus und Regionalbahn. Ausgearbeitet wurden sie vom ADFC-Kreisverband, der den Trend zur Fortbewegung per Fahrrad und Pedelc erkannt hat. Die Süddeutsche Zeitung hat die Strecken per Mountainbike und Pedelec getestet. Wer noch einen Ausflug in der Region plant, für den ist der Artikel „Radelnde Reporter“ genau das Richtige.

Doch nicht nur in Europa ist das Elektrorad ein beliebtes Fortbewegungsmittel. In Zentralamerika gibt es jetzt sogar erstmals geführte Touren per Pedelec. Eine spannende Möglichkeit, das Land und seine Kultur ganz hautnah und entspannt kennenzulernen. Während das Radfahren ohne Unterstützung aufgrund des feuchten Klimas sehr anstrengend ist, gibt einem die Motorenunterstützung des Elektrofahrrads die Gelegenheit, die Tour ausgiebig zu genießen. Autor Alexander Theis berichtet von einem solchen Urlaub, während dem man sich zwei Wochen per Pedelec durch Costa Rica und Nicaragua bewegt.