Technik entwickelt sich, das gilt auch für das Elektrofahrrad. Immer besser, immer Energie sparender und vor allem immer kleiner werden die Elektromotoren, die den Fahrer unterstützen. An sich eine gute Sache, doch kippt das Ganze wenn der Fortschritt missbraucht wird. So wie es immer häufiger im Radsport geschieht. Unter dem Schlagwort „E-Doping nimmt der Betrug hier ganz neue Formen an. Es sind nicht mehr unerlaubte Substanzen, die dem Radfahrer einen unverdienten Vorsprung verschaffen, sondern ein im Rahmen des Rades integrierter Elektromotor. Dieser ist so klein und leistungsstark, dass er häufig nur durch Zufall entdeckt wird. So wie zuletzt bei der belgischen Crossfahrerin Femke Van den Driessche, die bei den Radcross-Weltmeisterschaften mit einem „gepimpen“ Wettkampfrad anreiste. Vorfälle dieser Art gab es schon vorher: So stürzte der Kanadier Ryder Hesje auf der Spanienrundfahrt, sein Hinterrad drehte sich jedoch ohne sein Zutun weiter. Wie das Ganze funktioniert und welche Maßnahmen der Radsport-Weltverband (UCI) nun ergreifen will, gibt es hier zu lesen.

Nachrüsten eine Option?

Kleiner, schneller, stärker ist das Motto auch beim klassischen Elektrofahrrad. Der aktuelle Trend heißt hier nachrüsten. Mithilfe eines externen Elektromotors soll so aus jedem Fahrrad ein Pedelec gemacht werden. Laut Test von n-tv soll dies gut funktionieren. Allerdings gibt es Harken. Da sei als Erstes der Preis genannt, der mit 1500 Euro für den Motor plus 100 Euro für den Einbau nicht gering ist. Für nur ein wenig mehr bekommt man schon ein vollausgestattetes und TÜV geprüftes Elektro Klapprad das noch viele weitere Vorteile bietet. Ebenfalls zu bedenken ist bei einer Nachrüstung der Sicherheitsaspekt. So sind die Bremsen eines normalen Fahrrads nicht auf die Geschwindigkeiten von bis zu 25 Kilometern ausgelegt. Wer sich selber ein Bild machen möchte, liest hier den Test der n-tv Redakteure