Es gibt eine Menge Bezeichnungen für Fahrräder mit Elektromotor und wie in vielen anderen Bereichen, etablieren sich Begrifflichkeiten auch dann, wenn sie nicht immer korrekt sind. So wie beim Elektrofahrrad, das Pedelec oder E-Bike genannt wird. Während Elektrofahrrad oder Elektro-Faltrad lediglich Oberbegriffe für alle Räder mit Motorenunterstützung sind, gibt es bei den beiden letzten Bezeichnungen doch deutliche Unterschiede in der ursprünglichen Definition.

Der Begriff Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“ und beschreibt schon im Namen, was es ausmacht: das aktive Treten des Fahrers in die Pedale. Ohne diese Tätigkeit wird der Motor nicht aktiviert. Auch unterliegen Pedelecs einer Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 25 km/h. Dies, sowie die Voraussetzung, dass der Fahrende aktiv bei der Vorwärtsbewegung mitwirken muss, ist gesetzlich verankert. Für ein Pedelec werden keine Versicherungskennzeichen benötigt und es ist auch kein Helm vorgeschrieben (natürlich erhöht ein Fahrradhelm die Sicherheit im Straßenverkehr, und kann freiwillig getragen werden).

E-Bike dagegen bezeichnet Fahrräder mit Motor, die diesen per Handhebel oder Gasgriff in Gang setzen. Solche Räder fahren unabhängig von der Tretkraft des Fahrers und werden per Hand reguliert. Lastkrafträder werden häufig noch mit dieser Form der Unterstützung betrieben, da diese vor allem beim Anfahren des schwer beladenen Rades gebraucht wird. E-Bikes gelten bis 20 km/h als Kleinkraftrad, weshalb sie nur mit einem Mofaführerschein betrieben werden dürfen.

Trotz der Unterschiede in der ursprünglichen Bedeutung werden die Begriffe Pedelc und E-Bike heute fast synonym verwendet und bezeichnen zu 90 % ein Rad mit aktiver Tretkraftunterstützung sowie Drehmomentsensor.